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Das Partnerprogramm von Bodo Schäfer: Wie das Tracking funktioniert

Das Tracking ist der Teil eines Partnerprogramms, über den am wenigsten geredet und am meisten spekuliert wird. Dabei entscheidet er darüber, ob deine Arbeit überhaupt zugeordnet wird – und beim Partnerprogramm von Bodo Schäfer ist er kurz erklärt, weil er nicht kompliziert, sondern schlicht eng ist.

Getrackt wird über die Sitzung, also per Session-Cookie. Es zählt, was im selben Bestellprozess mitgeht.

Das heißt im Klartext: Jemand klickt deinen Link, landet beim Anbieter und bestellt in diesem Durchgang – dann ist die Bestellung dir zugeordnet. Wird der Vorgang abgebrochen und Tage später neu begonnen, ist die Zuordnung weg.

Diese eine Eigenschaft hat mehr praktische Konsequenzen, als es zunächst wirkt:

Erstens: Der Weg vom Text zur Bestellung muss kurz sein. Alles, was Leute unterwegs abholt – eine Zwischenseite, eine Anmeldung, ein Umweg – kostet dich Zuordnungen. Der Link gehört an die Stelle, an der jemand bereit ist, jetzt zu handeln, nicht an den Anfang, wo er noch überlegt.

Zweitens: Die kostenfreien Bücher passen zu diesem Modell besonders gut. Weil die Hürde niedrig ist, passiert die Bestellung meistens sofort. Bei einem hochpreisigen Coaching überlegt man, schließt das Fenster, kommt später wieder – und genau dann greift die Zuordnung nicht mehr.

Drittens: Es begünstigt Kanäle, bei denen Leute in einem Rutsch handeln. Newsletter zum Beispiel, wo man aus der Mail heraus direkt klickt. Es benachteiligt Kanäle mit langer Bedenkzeit, etwa Videos, die mobil geschaut und erst später am Rechner umgesetzt werden.

Viertens: Es macht Verlinkungen in alten Beiträgen wertvoller als einmalige Aktionen. Ein Beitrag, der dauerhaft Besucher bekommt, produziert kontinuierlich frische Sitzungen. Eine einmalige Ankündigung produziert eine Welle und danach nichts.

Eine Frage, die in dem Zusammenhang regelmäßig kommt: Was passiert, wenn jemand im Bestellprozess noch etwas dazunimmt? Genau dafür ist dieses Modell gemacht – alles, was im selben Durchgang mitgeht, gehört zur Sitzung. Das ist der Grund, warum ein Buchlink eben nicht nur ein 5-€-Link ist, sondern der Eingang in einen Prozess, in dem auch die höheren Provisionen liegen.

Ebenfalls häufig gefragt: Was ist, wenn jemand über zwei verschiedene Links kommt? Auch hier gilt die Sitzung als Bezugsgröße, nicht ein wochenlanges Gedächtnis. Für dich heißt das vor allem, dass es sich nicht lohnt, denselben Leser über mehrere Kanäle mehrfach einzusammeln – die Streuung über verschiedene Leute bringt mehr als die Wiederholung bei denselben.

Was ich an dieser Art Tracking fair finde: Sie ist ehrlich in beide Richtungen. Niemand behauptet dir gegenüber, du bekämst noch Wochen später etwas zugeordnet. Du weißt, woran du bist, und kannst deine Texte danach bauen.

Was daran unbequem ist, sollte man ebenso benennen: Ein Teil deiner tatsächlichen Wirkung wird nie sichtbar. Leute, die durch deinen Beitrag überhaupt erst auf den Autor gestoßen sind und drei Wochen später direkt bestellen, tauchen bei dir mit null auf. Das ist keine Ungerechtigkeit des Programms, sondern die Eigenschaft dieses Modells – aber es heißt, dass deine Zahlen tendenziell die Untergrenze deiner Wirkung zeigen, nicht die Obergrenze.

Praktisch würde ich daraus zwei Dinge ableiten: Verlinke dort, wo jemand ohnehin gerade handelt. Und miss deinen Erfolg nicht an einzelnen Tagen, sondern über längere Zeiträume, weil sich das Ganze über viele kleine Sitzungen ausgleicht.

Die Anmeldung kostet nichts, es gibt keine Bewerbung und die Freischaltung ist sofort – dort siehst du auch, wie die Zuordnungen bei dir auflaufen.

Passt ihr eure Texte bewusst an so ein enges Zeitfenster an, oder schreibt ihr unabhängig davon und nehmt die Verluste in Kauf?